Nach dem Grundsatz „im Zweifel für den Angeklagten“ kam es heute Morgen zu einem Freispruch von zwei Polizisten. Sie waren angeklagt, im September 2009 einen damals 16-jährigen Gambier bei einer polizeilichen Kontrolle massiv verprügelt zu haben. Der 16-jährige erlitt dabei Verletzungen am Orbitaboden (Knochenbruch unter dem Auge), an den Rippen und an der Nase. Nach der Notfallaufnahme musste er drei Tage im Inselspital verbringen. augenauf Bern kritisiert diesen Freispruch, welcher erneut zeigt, dass eine Verurteilung von gewalttätigen Polizisten de facto unmöglich ist.

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 Am 17. März vor einem Jahr wollten Beamte der Kantonspolizei Zürich Joseph N. Chiakwa nach einem mehr als vierzigtägigen Hungerstreik mit einem Sonderflug nach Lagos ausschaffen. Nach mehrstündigen Vorbereitungen, in deren Rahmen der geschwächte Häftling mehrmals von Polizeibeamten überwältigt worden ist, starb der für die Verladung ins Flugzeug auf einen Stuhl festgebundene nigerianische Flüchtling im Beisein des Chefs des Migrationsamtes Alard du Bois-Reymond in der Ausschaffungshalle auf dem Gelände des Flughafens Kloten.



Die drei Menschenrechtsgruppen augenauf Basel, Bern und Zürich sagen "3 x Nein" zur Ausschaffungsinitiative, zum Gegenvorschlag und zur aktuellen Ausschaffungspraxis generell, denn für augenauf ist jede Ausschaffung eine Ausschaffung zuviel.

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Demo gegen Polizeigewalt in Freiburg vom 12. Juni 2010: Die Sicherheits- und Justizdirektion des Kantons Freiburg übernimmt in ihrer Antwort auf eine Aufsichtbeschwerde von augenauf Bern unkritisch und offenbar ohne weitere Abklärungen die Darstellung der Polizei. Zahlreiche Fragen bleiben ungeklärt...

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Eine Überprüfung des ärztlichen Gutachtens hat ergeben: Die angebliche schwere Vorerkrankung des Herzens ist keineswegs belegt. Die Todesursache ist weiterhin ungeklärt. Der Rechtsvertreter der Angehörigen fodert ein weiteres Obduktionsgutachten...

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